Die Waffentechniken im Takemusu Aikido umfassen zahlreiche Einzelübungen (Suburi, 31er-Jo-Kata), Partnerübungen zur gegenseitigen Aufmerksamkeit (Awase) und Kampfübungen (Kumi-Tachi, Ken-tai-Jo).
Auf Reisen demonstrierte der Gründer seine Waffenkunst zwar gerne, Unterricht in Waffen erteilte er jedoch nur in seinem eigenen Dojo in Iwama. Da nur Morihiro Saito lange genug bei O`Sensei blieb, um dessen Waffentechniken vollständig zu erlernen, wurde auch nur er vom Begründer ermächtigt, Aiki-Ken und Aiki-Jo zu unterrichten.

O´Sensei mit seinem Sohn K. Ueshiba
Nach O`Senseis Tod systematisierte Saito die Buki-Waza Techniken. Ihm ist es zu verdanken, dass das einmalige Waffenerbe des Gründers heute noch erhalten ist. Im Iwama-Ryu sind Aiki-Ken und Aiki-Jo in das Prüfungsprogramm integriert und durch die jeweiligen Graduierungen bestätigt.
Andere Aikido-Ränge, egal wie hoch sie sein mögen, sind in Bezug auf Aiki-Ken/Jo nicht relevant, denn anderen Schulen fehlt die authentische Überlieferung. Die meisten geben Techniken aus anderen Waffenschulen, z. B. dem Iaido, Kendo oder Jodo, als Aikido-Training aus.
Als Aiki-Ken/Jo kann aber nur die von O`Sensei entwickelte Waffentechnik bezeichnet werden; sie unterscheidet sich deutlich von anderen Waffenkünsten. Aiki-Ken, Aiki-Jo und Tai-Jutsu wurden hierbei so harmonisiert, dass sie sich gegenseitig ergänzen und fördern (Ri-Ai). Waffentechniken aus anderen Schulen soll hier nicht ihre Kampftauglichkeit abgesprochen werden, ihnen fehlt aber der Bezug zum Tai-Jutsu. Ihr Effekt auf das waffenlose Training ist daher meist hinderlich. Echtes Aiki-Ken/Jo hingegen beschleunigt das Lernen im Aikido ungemein, insbesondere in den Bereichen Atmung, Haltung und Hüftarbeit.

O`Sensei mit M. Saito